Sicherheits- und Notfallplanung bei Kontamination der ­Wasserversorgungsanlage

  • Michael Möderl
  • Robert Sitzenfrei
  • Wolfgang Rauch

Abstract

Wasserversorgungsanlagen können durch vielerlei Ursachen kontaminiert werden. Beispielsweise kann durch Verkehrsunfälle, technische Gebrechen, Fehlanschlüsse von dezentralen Wassersystemen, absichtliche Vergiftungen etc. ein Kontaminationsereignis verursacht werden. Der vorgestellte Ansatz dient einerseits zur Minimierung des Kontaminationsrisikos durch Planung von Präventivmaßnahmen (Sicherheitsplanung) und andererseits zur Minimierung des Schadenspotenzials im Notfall (Notfallplanung). Um den Schaden zu minimieren, sollte nicht erst nach Bekanntwerden von Erkrankungen reagiert werden. Ein Frühwarnsystem, welches auf Messungen beruht, kann zwar keinen 100% Schutz bieten, kann jedoch die Auswirkungen (z.B. Anzahl von Krankheitsfällen) verringern. Mit dem neu entwickelten und in diesem Artikel vorgestellten Achilles-Ansatz zur Vulnerabilitäts- und Risikoanalyse, können nicht nur Sensornetzwerke und Schutzzonen, sondern auch Spül- und Desinfektionsmaßnahmen geplant werden. Die Methodik beruht auf der Anwendung der örtlichen Sensitivitätsanalyse. Zusätzlich wird damit auch die Ortung von Kontaminationsquellen unterstützt. Ursachen können dadurch schneller erkannt und beseitigt werden.
Veröffentlicht
2013-04-21
Zitieren
MÖDERL, Michael; SITZENFREI, Robert; RAUCH, Wolfgang. Sicherheits- und Notfallplanung bei Kontamination der ­Wasserversorgungsanlage. gwf Wasser | Abwasser, [S.l.], v. 153, n. 09, p. 964 - 972, apr. 2013. ISSN 0016-3651. Verfügbar unter: <http://ojs.di-verlag.de/index.php/gwf_wa/article/view/1414>. Date accessed: 02 juni 2020.