Rest-Stickstoff-Elimination aus bereits gereinigtem Abwasser im Bypass - ein modifiziertes Verfahren mit Wirbelschwebebett-Technologie
DOI:
https://doi.org/10.17560/gwfwa.v165i2.2694Abstract
Für die Nachrüstung von Großkläranlagen mit erhöhten Stickstoffanforderungen wurde ein bewährtes Verfahren modifiziert. Die Rest-Stickstoff-Elimination erfolgt in einer nachgeschalteten Stufe und behandelt das bereits gereinigte Abwasser im Bypass mit Hilfe der Wirbelschwebebett-Technologie. Nitratstickstoff-Konzentrationen von 10 mg/l im Zulauf zur nachgeschalteten Stufe werden dabei um bis zu 90% eliminiert (= 1 - 2 mgNO3-N/L im Ablauf). Basierend auf dem vierjährigen Betrieb einer Pilotanlage und mehrerer Laboranlagen im halbtechnischen Maßstab wurde das Verfahren weiterentwickelt und getestet. Die vorliegende Studie befasst sich insbesondere mit dem Einfluss der hydraulischen Verweilzeit auf die gezielte Rest-Stickstoff-Elimination und deren Auswirkung auf die Rest-CSB-Konzentrationen im Ablauf. Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse für die praktische Anwendung des modifizierten Verfahrens zur effizienten Abwasserreinigung und geben Hinweise für die Dimensionierung entsprechender Anlagen für den Einsatz im Ablauf großer Kläranlagen.