Nicht relevante Metabolite von Pflanzenschutzmitteln

Ein blinder Fleck bei der Risikobewertung und wie er beseitigt werden kann

Autor/innen

  • Frieder Haakh

DOI:

https://doi.org/10.17560/gwfwa.v166i12.2813

Schlagworte:

Zulassungsverfahren, Pestizide, Risikobewertung, Trinkwasser, Wasserschutzgebiete, nicht relevante Metabolite, W-Auflage

Abstract

Ein bisher nicht beachtetes Risiko beim Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln besteht darin, dass das Risiko einer in der Zukunft möglichen Umstufung von vermeintlich nicht relevanten Metaboliten in relevante nicht betrachtet wird und infolgedessen für nicht relevante Metaboliten Konzentrationen akzeptiert werden, die bei einer späteren Umstufung zu Grenzwertüberschreitungen führen können. Ein besonderes Problem stellt dies in Wasserschutzgebieten dar, da dann meist nur die teure Aufbereitung oder die Aufgabe der Ressource die Konsequenz ist. Grundsätzlich kann dieses Risiko nur dadurch beherrscht werden, dass dem Vorsorgeprinzip folgend Wirkstoffe, deren Metabolite im Rohwasser in Konzentrationen größer dass 0,1 µg/L auftreten können, nicht in Wasserschutzgebieten angewendet werden dürfen. Dies setzt voraus, dass die damit verbundene zulässige Höchstkonzentration der Metaboliten im Sickerwasser als Maßstab für die Zulassung definiert wird. Der Beitrag stellt hierzu ein geeignetes Verfahren auf der Basis eines probabilistischen Berechnungsansatzes vor.

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Veröffentlicht

18.12.2025

Ausgabe

Rubrik

Fachbeitrag / Peer-Review