Monitoring und Modellierung von AFS63 und Reifenabrieb mittels in situ-Mikroflotation
DOI:
https://doi.org/10.17560/gwfwa.v167i10.2855Schlagworte:
AFS63 & Reifenabrieb Entfernung, optimierte Niederschlagswasserbehandlung, in situ-Mikroflotation, kalibrierte hydrologische und stoffliche Modellierung (STORM.Pro)Abstract
AFS63 & Reifenabrieb Entfernung, optimierte Niederschlagswasserbehandlung, in situ-Mikroflotation, kalibrierte hydrologische und stoffliche Modellierung (STORM.Pro)
Niederschlagswasserbehandlungsanlagen weisen bei reiner Sedimentation oftmals einen unzureichenden Stoffrückhalt auf, insbesondere bei höherer Oberflächenbeschickung. Zur Lösung dieses Problems wurde die in situ-Mikroflotation zur Nachrüstung von Niederschlagwasserbehandlungsanlagen entwickelt.
Ein Regenklärbecken mit Dauerstau wurde mit einer in situ-Mikroflotation ausgestattet und ein Jahr überwacht. Darüber hinaus wurde eine hydrologische und stoffliche Modellierung für das zugehörige Einzugsgebiet erstellt und der Stoffrückhalt des Regenklärbeckens in STORM.Pro anhand der Monitoringdaten modelliert.
Mit einem modellierten mittleren Wirkungsgrad von rund 66 % für AFS63 ist das Regenklärbecken mit Dauerstau + in situ-Mikroflotation deutlich effektiver als das Regenklärbecken mit Dauerstau bei reiner Sedimentation mit rund 41 %. Für Reifenabrieb wurde ein mittlerer Wirkungsgrad von rund 76 % im Regenklärbecken mit Dauerstau + in situ-Mikroflotation berechnet. Die Auswertung der Laborergebnisse aus dem Monitoring bestätigen den hohen Stoffrückhalt. Die in situ-Mikroflotation ist nahezu unabhängig von der Oberflächenbeschickung und stellt somit eine praktikable Nachrüstungslösung für Bestandsanlagen sowie für Neubauten im Bereich der Niederschlagswasserbehandlung dar.