Digitaler Zwilling in der industriellen Praxis
Zentrale Problemfelder und Handlungsempfehlungen
DOI:
https://doi.org/10.17560/atp.v68i9.2858Schlagworte:
Digitaler Zwilling, Virtuelle Inbetriebnahme, ÖkosystemeAbstract
Angesichts der zunehmenden Komplexität von Produktionssystemen gewinnt der digitale Zwilling im Engineering produzierender Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Er verspricht, Entwicklungsprozesse zu beschleunigen, abzusichern und über den gesamten Lebenszyklus durchgängig zu begleiten, von der Konzeption über die virtuelle Inbetriebnahme bis zum Betrieb. In der Praxis stellt seine Einführung Unternehmen jedoch vor Herausforderungen. Der Aufbau von Know-how, hohe Anfangsinvestitionen sowie die nur schwer messbare Wertschöpfung erschweren die Akzeptanz. Insbesondere bei Erstellung und Anwendung digitaler Zwillinge bestehen Unsicherheiten bezüglich Prozess und effizientem Einsatz. Trotz zahlreicher wissenschaftlicher Ansätze und methodischer Empfehlungen bleiben deutliche Diskrepanzen zwischen Forschungsergebnissen und industrieller Praxis. Dieser Beitrag untersucht die Ursachen dieser Lücke, vergleicht zentrale Problemfelder und bezieht Industrievertreter ein, um die identifizierten Defizite zu validieren und gezielte Handlungsempfehlungen abzuleiten.
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