Einheitliches Engineering für Laufzeitumgebungen

Metamodell abstrahiert von domänenspezifischen Beschreibungen

  • Constantin Wagner RWTH Aachen
  • Julian Grothoff RWTH Aachen
  • Ulrich Epple RWTH Aachen
  • Sten Grüner
  • Monika Wenger fortiss
  • Alois Zoitl Universität Linz

Abstract

Ein Ziel von Industrie 4.0 ist die Steigerung der Flexibilität der industriellen Produktion. Gleichzeitig existiert eine Reihe von heterogenen Engineering- und Laufzeitsystemen, die das Rückgrat der heutigen Automatisierungssysteme bilden und nicht austauschbar sind. In diesem Kontext stellt sich die Frage: Wie können Engineeringsysteme mit unterschiedlichen Laufzeitumgebungen interagieren? Für die Lösung dieser Fragestellung muss sowohl die Kommunikation zwischen Engineeringsystemen und Laufzeitsystemen vereinheitlicht werden, als auch eine harmonisierte Vorstellung des zu bearbeitenden Systems erreicht
werden. In diesem Beitrag wird, unter Berücksichtigung von bestehenden Ansätzen, ein Metamodell für die Beschreibung von Softwareapplikationen vorgestellt, das von domänenspezifischen Implementierungen abstrahiert. Die einheitliche Schnittstelle für das Engineering führt dazu, dass in verteilten Systemen mit einer heterogenen Systemstruktur Engineeringsysteme mit unterschiedlichen Laufzeitumgebungen interagieren können. Der Beitrag schließt mit einem Mapping des vorgestellten Metamodells auf die Modelle der beiden im Forschungsprojekt BaSys 4.0 (Basissystem Industrie 4.0) verwendeten Systeme Eclipse 4diac und ACPLT/RTE.

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Veröffentlicht
2019-09-26
Zitieren
WAGNER, Constantin et al. Einheitliches Engineering für Laufzeitumgebungen. atp magazin, [S.l.], v. 61, n. 9, p. 54-62, sep. 2019. ISSN 2364-3137. Verfügbar unter: <http://ojs.di-verlag.de/index.php/atp_edition/article/view/2398>. Date accessed: 14 okt. 2019.
Rubrik
Hauptbeitrag / Peer-Review

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